Henk van Dijl, Amsterdam, 1925

 

Während meiner Ausbildung zum Zeichenlehrer an der Pädagogischen Hochschule in Amsterdam hat man mich auf sachverständige und traditionelle Weise in Zeichnen und Malen unterrichtet. Dort habe ich gelernt, die Augen zu benutzen.

In der ersten Hälfte meiner Laufbahn unterrichtete ich an höheren Schulen, ein Jahr als “exchange teacher” in Los Angeles und auch einige Jahre an der obengenannten Pädagogischen Hochschule.

Dann folgten viele Jahre an der Hochschule für Architektur in Utrecht, wo ich Skizzieren, Dokumentieren und Perspektive unterrichtete, m.a.W. naturgetreues und kontrollierbares Wiedergeben der reell existierenden Wirklichkeit.

Dies alles habe ich um 1990 hinter mir gelassen unter dem Motto: Jetzt fange ich für mich selbst an. Sich ehrlich beschäftigen mit malerischen Mitteln. Farben, Formen, Linien, Kontraste, Rhythmus, korrigieren, wischen, hinzufügen. Keine erkennbaren und gekannten Vorstellungen, sondern autonome Werke.

Die Titel, die ich meinen Werken anfangs gab, dienten ausschließlich der Unterscheidung. Da aber ein Titel ja immer suggestiv ist, eine erklärende Wirkung hat, so daß sich der Betrachter hineinfinden kann, habe ich mich für die allumfassende Bezeichnung Vandylism entschieden.

Gerne würde ich behaupten, daß meine Werke völlig von innen heraus zustande kämen. Ein Einfluß von außen aber läßt sich nicht leugnen: die tägliche Berührung mit der Landschaft und dem wunderschönen Licht von Nordholland.